Nicht selten laufen Menschen achtlos an verletzten Tieren vorbei oder treten sogar nach ihnen. Oft sichern wir auf Kontrollgängen Tauben, die im Straßenverkehr verletzt wurden, gegen Scheiben geflogen sind, ausgehungerte Vögel, die von Hunden aufgestöbert werden, und verschnürte Tauben.

Täglich werden zudem verletzte, geschwächte und kranke Tauben sowie aus dem Nest gefallene, unselbstständige Küken dem Verein gemeldet. Viele von uns sind jeden Tag unterwegs, um Tauben aus gefährlichen Situationen zu befreien. Wir arbeiten ehrenamtlich und bitten um Verständnis, dass wir uns aus Kapazitätsgründen nicht um alle Taubennotfälle in der Stadt kümmern können.

Wenn ihr eine hilfsbedürftige Taube seht, sichert diese bitte und lasst sie auf keinen Fall einfach zurück. Dazu reicht ein geschlossener Karton mit Löchern oder ein Leinenbeutel, der zweimal zugeknotet ist. Dann warm und ruhig stellen.

Wendet euch an fachkundige Stellen wie bspw. vogelkundige Tierarztpraxen, Auffangstationen oder die Tierärztliche Hochschule Hannover, die einen Tag-und-Nacht-Notdienst auch am Wochenende und an Feiertagen hat.

Ihr könnt uns in Notfällen eine WhatsApp-Nachricht oder SMS an unser Vereinshandy schicken: 0175-8266832. Bitte habt Verständnis, dass wir nicht immer sofort verfügbar sind und keine Telefonanrufe annehmen können, da wir komplett ehrenamtlich arbeiten.

Versucht bitte nicht, eine Taube selbst zu versorgen, wenn ihr nicht genug Erfahrung habt. Flößt ihr bitte vor allem kein Wasser in den Schnabel ein. Hier besteht akute Erstickungsgefahr!

Taube in Not gefunden?

Stadttauben sind ständig auf der Suche nach Essbarem. Leider sind nicht nur die Essensreste von Menschen, die gar nicht für Tauben geeignet sind, eine Gefahr für sie, sondern auch Fäden, Haare, Netze und ähnliche Materialien. Auf der unermüdlichen Suche nach Futter bleiben sie mit ihren Krallen in solchem „Verschnürungsmaterial“ hängen. Dadurch kann es zu schweren Verletzungen kommen. Besonders schlimm ist es, wenn sich Fäden um beide Beine wickeln. Mit jedem Schritt ziehen sich die Schlingen weiter zu und schneiden immer tiefer ein. Viele Tauben leben Wochen oder sogar Monate mit solchen Verschnürungen. Oft führt das zu Deformationen, dem Verlust von Zehen oder im schlimmsten Fall zu einem langsamen, qualvollen Tod.

In der Stadt gibt es viel solches Verschnürungsmaterial. Von Menschen oft nicht beachtet, aber für die Tauben lebensgefährlich sind zum Beispiel Reste von Weihnachtsbaumnetzen, in denen sich Tauben im Winter regelmäßig verheddern. Auch lose Haare stellen ein hohes Risiko dar, da sie sich extrem fest um Beine und Zehen ziehen können.

Wir kontrollieren regelmäßig die Taubenschwärme in der Stadt auf Verschnürungen und befreien die Tiere davon.

Wenn du beim Entschnüren dabei sein und mehr erfahren möchtest, kannst du dich zu einem unserer Taubenstadtrundgänge anmelden. Dort wird gezeigt, wie Tauben sicher entschnürt werden. Aktuelle Termine und das Anmeldeformular findest du hier.

Was jeder tun kann: Fäden, Haare und andere gefährliche Materialien aufsammeln und darauf achten, selbst keine solchen Dinge draußen zu hinterlassen.

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