Unser Ziel: Das Zusammenleben zwischen Taube und Mensch verbessern durch tierschutzgerechte Bestandsregulierung.
Auf dieser Seite findest du eine Übersicht über unsere Arbeit nach dem Augsburger Modell. Über die Links gelangst du zu weiteren Informationen zu den einzelnen Bereichen.

Das Netzwerk Taubenrettung e. V. hat sich das „Augsburger Modell“ zum Ziel gesetzt. Hierbei gibt es flächendeckend betreute Taubenschläge, in denen die Tiere artgerecht ernährt werden und deren Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden, sodass es zu keiner weiteren Vermehrung kommt. 

Aktuell werden vom Verein sieben Taubenschläge, verteilt über ganz Hannover, betreut. Hier wird mehrmals die Woche geputzt, Wasser und Futter aufgefüllt und geschaut, ob es allen Bewohnern gut geht. Beim Putzen wird jeden Tag viel Zeitungspapier zum Einschlagen von Nistschalen und zum Auslegen der Nistplätze benötigt, um für ausreichende Hygiene zu sorgen.


Wir setzen uns dafür ein, die zahlreichen und meist falschen Vorurteile gegenüber Tauben abzubauen. Mit Infoständen, direkter Beratung, Vorträgen und eigenen Veranstaltungen klären wir auf. 

Da Stadttauben keine Wildvögel sind, sondern von domestizierten Brief-, Rasse- und Haustauben abstammen, sind sie auf die Nähe des Menschen und auch dessen weggeworfene Essensreste angewiesen. Dies entspricht keiner artgerechten Ernährung und führt zu wässrigem Kot. Dessen Entfernung ist oft teuer und mühselig und wird von vielen Menschen als störend empfunden, jedoch ist der Kot nicht ätzend, wie häufig behauptet wird.

Tauben gelten zudem fälschlicherweise als Schädlinge und Krankheitsüberträger. Tatsächlich stellen Tauben keine größere Gefahr für Menschen dar als andere Haustiere wie Papageien oder Wellensittiche. Solche Vorurteile gegen Stadttauben halten sich leider hartnäckig. Die wenigsten wissen aber, dass die Stadttaube durch den Menschen so weit verbreitet wurde, zum Beispiel durch den Brieftaubensport. 

Als verwilderten Haustieren ist ihnen der Trieb, ganzjährig zu brüten, leider erhalten geblieben. Fütterungsverbote wirken sich nicht auf das Brutverhalten der Tiere aus. Tauben legen selbst dann noch Eier, wenn sie dabei verhungern.

Oftmals werden anstatt von nachhaltigen Methoden zur Reduzierung der Taubenpopulation Vergrämungsmaßnahmen ergriffen, Fütterungsverbote ausgesprochen oder sogar Tötungsmaßnahmen durchgeführt. Diese Maßnahmen führen auf Dauer jedoch nicht zu einer Verminderung der Taubenpopulation, sondern zu mehr kranken und hungernden Tauben. 

Daher halten wir auch das derzeit geltende Fütterungsverbot nicht für artgerecht. Es hat keinen Effekt auf die Fortpflanzung der Tiere und ist schlichtweg nicht durchführbar, da die Tauben auf nicht artgerechte Lebensmittelabfälle zurückgreifen müssen.


In unseren sieben Taubenschlägen in Hannover können Tauben unter kontrollierten Bedingungen leben und erhalten gesundes und artgerechtes Futter. Hier werden alle Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Dadurch wird die Population kontrolliert eingedämmt. Hier mehr über unsere Taubenschläge lesen


Das Eiertauschen spielt eine wichtige Rolle bei der artgerechten Verringerung der Taubenpopulation. Mit dem gezielten Tauschen von Eiern soll für eine kleinere, aber gesündere Taubenpopulation gesorgt werden. Dabei gilt es einiges zu beachten. Erfahre mehr über das Eiertauschen


Täglich sichern wir auf unseren Kontrollgängen verletzte und geschwächte Tauben sowie Küken, die aus dem Nest gefallen sind. Auch verschnürte Füße sind ein großes Problem bei Stadttauben, das sogar lebensgefährlich werden kann. Wir kümmern uns entsprechend unseren Kapazitäten um Taubennotfälle. Du wills mehr wissen?


Viele verletzte Tauben, Küken und Jungtiere, die wir nach Notfallmeldungen oder Kontrollgängen aufnehmen, benötigen weitere Pflege. Die Fundtiere pflegen wir in privat betriebenen Pflegestellen. Dies erfordert Spezialwissen und Erfahrung. Mehr über unsere Pflegestellen erfahren



Manche Tauben können nach einer Verletzung oder Erkrankung nicht mehr in Freiheit leben. Zusätzlich werden auch viele entflogene Zier- und Brieftauben gemeldet, die als reine Haustiere draußen auf sich gestellt allein nicht überleben können. Für diese Tauben werden vom Verein mehrere geschlossene Volieren in Hannover-Bornum betrieben.

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